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Einschleifpasten

Millimeterarbeit für Dichtigkeit: Wenn Metall auf Metall perfekt passen muss

Wenn ein Ventil im Zylinderkopf nicht mehr richtig schließt, der Wasserhahn tropft oder mechanische Gleitflächen korrodiert sind, hilft oft nur eines: Das manuelle Einschleifen. Einschleifpasten sind abrasive Poliermittel, die Material im Mikrometerbereich abtragen, um zwei Oberflächen wieder exakt aufeinander anzupassen ("läppen").

In dieser Kategorie finden Sie professionelle Siliziumkarbid-Pasten für die Motoreninstandsetzung, den Werkzeugbau und die Restaurierung.


Das 2-Stufen-Prinzip: Grob und Fein

Damit das Ergebnis dicht wird, muss fast immer in zwei Schritten gearbeitet werden. Deshalb erhalten Sie unsere Pasten oft als praktisches Doppel-Set oder in der klassischen "Zwei-Deckel-Dose":

  1. Vorschleifpaste (Grob):

    • Körnung: Grobes Siliziumkarbid.

    • Aufgabe: Schneller Materialabtrag. Sie entfernt Korrosion, Brandspuren, Zunder und grobe Unebenheiten. Hier wird die Grundform der Dichtfläche wiederhergestellt.

  2. Nachschleifpaste (Fein):

    • Körnung: Feines Schleifkorn.

    • Aufgabe: Glätten und Polieren. Die feine Paste entfernt die Riefen der groben Paste und sorgt für eine spiegelglatte Oberfläche, die Gas und Flüssigkeiten zuverlässig abdichtet.

Wo werden Einschleifpasten verwendet?

  • Motorentechnik: Zum Einschleifen von Ein- und Auslassventilen in den Ventilsitz (Klassiker bei Oldtimern oder nach der Zylinderkopfbearbeitung).

  • Armaturen: Reparatur von undichten Kegelhähnen oder Ventilsitzen im Sanitärbereich.

  • Landtechnik: Schärfen von Spindelmähern (Rasenmäher) durch Rückwärtslaufenlassen der Walze mit Paste.

  • Werkzeugbau: Anpassen von Maschinenteilen und Läppen von Dichtflächen.

Anwendungshinweis: Sauberkeit ist Pflicht

Einschleifpasten sind meist wasserlöslich und ölgebunden.

  • Der Prozess: Paste auftragen, Bauteil mit leichtem Druck und oszillierenden Bewegungen (hin und her drehen, ab und zu anheben) einschleifen.

  • Die Reinigung: Nach der Arbeit müssen sämtliche Rückstände der Paste restlos entfernt werden (z.B. mit Bremsenreiniger). Verbleibende Schleifkörner im Motor würden sofort zu massivem Verschleiß führen!



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